1719 werden erstmals in einem Schätzungsregister 5 Familien genannt, die als Tagelöhner auf dem Moor wohnen. Nach 1764 kamen immer mehr Menschen hierher und die Kolonien Münkeboe und Moorhusen entstanden.
Die Kolonisten, die sich im Raum Münkeboe und Moorhusen ansiedelten, gehörten zur Kirchengemeinde Engerhafe.
Die ev. - luth. Kirche "Zum Guten Hirten"

Der Besuch der Kirche in Engerhafe war für die Kolonisten wegen der weiten Entfernung fast unmöglich. Befestigte Wege gab es damals noch nicht. Nicht vorstellbar, wie die Menschen damals den weiten Weg mit einem Sarg zurückzulegen, um Verstorbene auf dem Friedhof in Engerhafe zu beerdigen. Der Engerhafer Pastor nahm schließlich den beschwerlichen Weg auf sich und hielt abwechselnd in den Schulen Münkeboe und Moorhusen Gottesdienst. Die Kolonisten stellten 1850 und 1857 den Antrag auf einen eigenen Pastor- die Anträge wurden abgelehnt.
1883 wurde in Moorhusen, 1885 in Münkeboe ein Schulhaus gebaut. In beiden Schulgebäuden war dem Eingang gegenüber je ein Anbau mit Kapelle, mit einem Altar und einem Epistelstuhl angebracht. Hier hielt nun ab 1877 Pastor Remmers im 14tägigen Wechsel am Sonntagnachmittag Gottesdienst. Dann ging alles plötzlich ganz schnell:
Mehr als 30 Leute machten sich schließlich auf den Weg um Geld für eine Kirche zu sammeln. Sie brachten nahezu 45.000 Mark zusammen!
Im November 1899 wurde der Bau genehmigt und bereits im Advent 1900 versammelten sich die Münkeboer und Moorhusener und viele Gäste zum "Einweihungsgottesdienst" in ihrem eigenen Gotteshaus. Zur weiteren Finanzierung der Kirche wurden die Kirchenbänke bis 1934 an die Kolonistenfamilien vermietet.
Auszug aus www.wikipedia.de



















