Presse
23.09.2009, 19:01 Uhr
Soldatenfamilien benötigen mehr Rückhalt
CDU-Bundestagskandidat besuchte Auricher Militärseelsorge
"Die Familien der in Krisenregionen eingesetzten deutschen Soldaten wünschen sich mehr Rückhalt in Politik und Gesellschaft". Dies sagte Militärpfarrer Michael Groothues von der evangelischen Militärseelsorge in Aurich bei einem Besuch von CDU-Bundestagskandidat Reinhard Hegewald. Manchmal fühlten sich die Soldatenfamilien sogar ein wenig ausgegrenzt. "Mich interessiert, wie es hinter den Kulissen aussieht und was die Politik machen kann, um die Soldatenfamilien zu unterstützen", so Hegewald zum Grund seines Besuches.
CDU-Bundestagskandidat Reinhard Hegewald (links) und Militärpfarrer Michael Groothues in der Kapelle der Auricher Blücher-Kaserne.
Er teilte die Auffassung von Groothues, dass sich die Familien zu Hause häufig alleine gelassen fühlten. Deshalb wolle er sich dafür einsetzen, dass die Politik die Arbeit der Soldaten im In- und Ausland stärker würdigt. Hegewald dankte der Auricher Militärseelsorge für ihre Arbeit. "Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur seelsorglichen Betreuung der Soldaten und ihrer Familien", so Hegewald. Das neue Aufgabenspektrum der Streitkräfte, insbesondere die Auslandseinsätze, hat nach Angaben von Groothues spürbare Auswirkungen auf die Lebenssituation der Soldaten und deren Familien. Die Militärgeistlichen würden die Truppe auch bei Einsätzen zur internationalen Friedenssicherung ins Ausland begleiten. Sie feierten zusammen mit den Soldaten in ihren Einsatzgebieten Gottesdienste und helfen bei der Bewältigung persönlicher und seelischer Belastungen. Groothues selber war bereits zweimal für mehrere Monate in Afghanistan. Hegewald kündigte an, den Kontakt zur Auricher Militärseelsorge künftig regelmäßig zu pflegen.
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