Presse
15.06.2011, 19:46 Uhr | Ostfriesen Zeitung von Edgar Behrendt
Bericht zum Jahresempfang 2011
Möllring: Erdkabel für Strom-Transport"
Der Finanzminister plädiert bei CDU-Jahresempfang in Georgsheil für unterirdische Lösung. Der Christdemokrat hat eine klare Vorstellung davon, wie die über Offshore-Anlagen auf See gewonnene Energie weitergeleitet werden soll.
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Von Edgar Behrendt
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16. Juni 2011
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Die Bläserklasse des Gymnasiums Ulricianum in Aurich unterhielt die Gäste des CDU-Jahresempfangs.
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Bild: Behrendt
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Georgsheil - Auch wenn er auf das Thema des Abends "Südbrookmerlands Chancen von morgen - Was können wir uns in Zukunft leisten?" nicht so recht eingehen wollte, so hatte Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) am Dienstagabend in der Holzhalle des Unternehmens Groen & Janssen" in Georgsheil zumindest jede Menge Lob für Ostfriesland und einige klare Aussage zum Thema Energiewende parat.
Auf dem Jahresempfang der CDU Südbrookmerland nahm Möllring die Bälle auf, die ihm Gastgeber Hinrich Janssen, Inhaber von Groen & Janssen ("Wir haben uns vom Notstands- zum Vorzeigegebiet entwickelt"), und Landtagspräsident Hermann Dinkla ("So gut wie jetzt waren wir noch nie aufgestellt") zugespielt hatten. Die Zeiten, als Ostfriesland mit dem Emsland und Regionen im Bayerischen Wald als das "Armenhaus Deutschlands" galt, gehörten längst der Vergangenheit an.
Nichts einzuwenden hatte der Finanzminister gegen einen frommen Wunsch, den Hermann Dinkla geäußert hatte. So recht glauben wollte er aber nicht daran, dass sich dieser bewahrheiten ließe. "Warum sollen wir den Strom nach Süddeutschland transportieren?", hatte der Landtagspräsident gefragt und damit auf das Thema Offshore angesprochen. Sein Denkmodell: Statt die auf See gewonnene Energie wie auch immer durch die Republik zu verteilen, sollten weitere große Unternehmen an die Küste geholt werden. So einfach sei das wohl nicht, süddeutsche Fabriken dazu zu bewegen, sich im hohen Norden anzusiedeln, entgegnete Möllring. Egal, auf welchen Wegen der Strom transportiert werden könnte - es gebe Widerstand gegen jedwede Form. Der Christdemokrat machte aber unmissverständlich deutlich, dass er für Erdkabel plädiert. Was das betreffe, komme die Politik nicht umhin, "dass wir unseren Bürgern etwas zumuten müssen", so der Finanzminister. Die Leitungen müssten auch durch Niedersachsen verlegt werden. "Wer aus der Atomkraft aussteigt, muss schließlich auch irgendwo einsteigen", sagte er.
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