Firmenchef Hinrich Janssen („Groen und Janssen“) war Gastgeber des CDU-Jahresempfangs.
pop Georgsheil. Gastgeber des Jahresempfangs der CDU Südbrookmerland (siehe weiteren Bericht auf dieser Seite) war wie im Vorjahr das Unternehmen „Groen und Janssen“ im Gewerbegebiet Georgsheil. Das kommt nicht von ungefähr: Hinrich Janssen, Seniorchef des Unternehmens, gehörte dem Rat der Gemeinde Südbrookmerland 28 Jahre lang als CDU-Ratsherr an.
Janssen ließ sich die Gelegenheit am Dienstagabend nicht nehmen, auf die Entwicklung seiner Firma hinzuweisen, die er 1962 zusammen mit Johannes Groen, der vor sechseinhalb Jahren starb, gegründet habe. Anfangs seien sie Holzgroßhändler gewesen, ein Zwei-Mann-Betrieb, sagte Janssen. „Heutzutage sind wir ein mittelständischer Betrieb mit 150 Vollzeitarbeitsplätzen“, berichtete Janssen: „Darauf sind wir stolz.“
Türen, Platten und Kunststoffe seien die Steckenpferde von „Groen und Janssen“. Das Unternehmen sei sowohl im Einzel- als auch im Großhandel tätig. „Die Produktion gehört ebenfalls zu unseren Stärken“, sagte er. Eine wichtige Rolle spiele darüber hinaus der Export. „Für uns ist der Dollar-Kurs so wichtig wie für Landwirte die Wetterkarte“, verdeutlichte der 74-Jährige.
Der gebürtige Berumerfehntjer beschrieb „Groen und Janssen“ als eine „unauffällige Firma, aber über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt“.
Der niedersächsische Landtagspräsident Hermann Dinkla (Westerholt) lobte dieses Unternehmen als ein Beispiel für den stabilen Mittelstand, der das wirtschaftliche Fundament in Ostfriesland sei.
Ein solcher Erfolg werde getragen von „unternehmerischen Persönlichkeiten“, sagte Dinkla. Das sei gut für die gesamte Region. „Wir sind gut drauf in Ostfriesland“, lobte er wie Möllring die Entwicklung vor Ort (siehe hierzu auch das ON-Interview mit dem niedersächsischen Finanzminister, ON von gestern, Seite 21).
Zu den Rednern gehörte am Dienstagabend auch Südbrookmerlands Erster Gemeinderat Hans-Joachim Stedler, der ein Grußwort sprach. Er forderte darin eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen durch das Land, damit sie ihre vielfältigen Aufgaben erledigen könnten.
Die Herausforderungen in Südbrookmerland seien umfangreich, erklärte Stedler. Beispielhaft nannte er die Erstellung und Unterhaltung verkehrlicher Anbindungen, Angebote im Bereich von Kinderkrippen und -gärten, Schulen, Sportanlagen und Altenwohnanlagen sowie pauschal die Herausforderungen des demografischen Wandels.
Auch die Schuldenbremse, welche das Land sich selbst auferlegt habe, könnte Auswirkungen für die Gemeinden haben, so Stedler. Reduziere das Land beispielsweise seine Ausgaben, treffe das die Kommunen möglicherweise dahingehend, dass bestimmte Leistungen nicht mehr möglich seien, weil Mittel bei den Gemeinden wegfielen.
Für eine gelungene Moderation des Jahresempfangs sorgte wie schon 2010 Bernd Memenga, der den Abend wie Günther Meints als Vorstandsmitglied des CDU-Gemeindeverbands Südbrookmerland organisiert hatte.