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25.06.2021, 11:27 Uhr
Neubau Kita oder nicht?
Bericht aus der CDU-Fraktion
Leider hat sich die Möglichkeit eines Gebäudetausches Förderschule/Haupt- und Realschule wegen zu hoher Investitionskosten zerschlagen. Abgesehen davon, dass die Fraktion die Höhe der ermittelten Kosten nicht nachvollziehen kann, ist es jetzt geboten, als Alternative unverzüglich den Umbau eines Teiles der HRS zu einer Kindertagesstätte als Ersatz für den DRK-Kindergarten in Angriff zu nehmen, selbstverständlich in Abstimmung mit dem DRK, den Eltern und den Erzieher*innen. Der zuständige Dezernent des Landkreises hat eine unbürokratische Unterstützung bei den Baugenehmigungsfragen zugesagt.

Die Mitglieder der CDU-Fraktion halten die Forderungen der SPD bezüglich eines Neubaus, unterstützt von anderen Fraktionen im Rat, für Wahlkampfgetöse und populistisch, weil man mit einem Neubau in 3 bis 4 Jahren den Kindern, um die es in erster Linie und kurzfristig gehen sollte, überhaupt nicht helfen kann. Die CDU-Fraktion möchte auf jeden Fall die Pläne für einen neuen Kindergarten zurückstellen, weil vorher noch andere wichtige Fragen geklärt werden und Alternativen geprüft werden sollten.

Auch die Verwaltung hält einen Neubau bekanntlich für nicht erforderlich und falsch. Zu dieser Einstellung hat sicher auch die Erkenntnis geführt, dass der tatsächliche, ungedeckte Bedarf an Kita-Plätzen nicht bei den ursprünglich genannten 90 Plätzen liegt, was uns alle ja in der Tat sehr alarmiert hat, sondern aktuell nach Auskunft der Verwaltung fundiert „nur“ noch mit etwa 40 fehlenden Plätzen zu beziffern ist, also mit weniger als 2 Kita-Gruppen.

Mit diesem Bedarf kann man sicher absolut keinen Neubau rechtfertigen, zumal die Verwaltung aufgrund der Geburtenzahlen eher mit rückläufigem Bedarf rechnet.

Dann hat sich aus den Bauplanungen für den beabsichtigen Tausch mit der Förderschule, die in der HRS 20 Klassen nutzen wollte, ergeben, dass das HRS-Gebäude nicht nur den DRK-Kindergarten mit 7 Gruppen aufnehmen kann, sondern daneben auch noch Platz für einen weiteren Kindergarten mit 4 Gruppen wäre, also mehr als wir zurzeit an Plätzen benötigen. Der Landkreis hat signalisiert, dass er solchen Überlegungen sehr positiv gegenüberstehen und im Rahmen seiner Möglichkeiten auch bei der Erfüllung der baurechtlichen Anforderungen auf jeden Fall behilflich sein würde.

Nach Auffassung der CDU sollte diese Möglichkeit in der HRS sofort näher untersucht und verfolgt werden, weil sie eine sehr viel schnellere Lösung für unsere Kinder und Eltern bringen würde als ein theoretisch möglicher Neubau in einigen Jahren, zumal sich der von der Gemeinde ermittelte Platzbedarf in erster Linie aus dem Bereich Moordorf ergibt. Im Übrigen wäre diese Lösung wesentlich kostengünstiger als ein Neubau.

Zusätzlich können wir davon ausgehen, dass die an der Zentralklinik geplante Kindertagesstätte nicht nur für die Kinder von Bediensteten geplant wird, sondern darüber hinaus ganz sicher auch den eventuellen, zukünftigen Bedarf aus unserer Gemeinde abdecken kann und wird.

Wenn man also nicht nur den Wahlkampf im Auge hat, sondern wirklich kurzfristig und effektiv etwas für unsere Kinder tun will, um die es uns allen ja in erster Linie eigentlich gehen sollte, dürften sich unsere Bemühungen und Beschlüsse nur an den obigen Vorschlägen und Überlegungen ausrichten. Wir würden es sehr bedauern, wenn die von der SPD beantragte Sondersitzung des Gemeinderates zu anderen Ergebnissen führen wird.

 

Südbrookmerland, den 25.06.2021

Hilko Gerdes, Vorsitzender der CDU-Fraktion